ARBEITSEINSATZ ...

... an der HIRSCHWAND - Pleßwald - Thüringische Rhön

Am 05.Mai 2017 ...
besuchten wir zum ersten Mal das Revier rund um die Hirschwand. Auf einer Höhe von etwa 600 m üNN stehen hier noch 2 Alttannen. Sie haben den widrigen Wetterbedingungen auf dieser exponierten Stellen getrotzt und im Umkreis von einigen hundert Metern auch für Nachwuchs gesorgt.

Die Fichte ist hier zum Teil umgeworfen worden, sodass der Forst auch mit Aufforstung von Douglasie an der Hirschwand vor Jahren begonnen hat.

Das Festhalten von Geschehnissen mit der Kamera dokumentiert auch die Arbeit der Forstleute beim Wiederaufbau des Waldes. 
 

Schauen wir uns die "WUCHSHÜLLEN" einmal genauer an. Ich habe es schon angedeutet das man ACHTSAM sein muss was die SCHRIFT und SPRACHE angeht. 
Wie wäre es statt den schlichten Namen WUCHSHÜLLE mit "VERBISSCHUTZPLASTIKROHR"?

Bevor wir die Forstpraktiker zu Wort kommen lassen, hören wir erst mal zu was Roland an der Hirschwand zum Waldumbau sagt:

Was Forstpraktiker über die "Wuchshüllen" denken kann man auf der Internetseite von FORSTPRAXIS.DE nachlesen (hier klicken)

FORSTPRAXIS 14.11.2018: ZITAT:

Zwischen 5.000 bis 10.000 der Kunststoffrohre werden im Staatswald vom ThüringenForst jährlich verwendet.

Nach Thüringer Abfallrecht sind die etwa 120 cm langen Wuchshüllen vollständig zu entsorgen oder der Verwertung zuzuführen. Ein Verbleib im Wald ist nicht möglich. Zwar zersetzt sich das Kunststoffrohr laut Hersteller innerhalb etwa zehn Jahren, allerdings verbleiben Mikro- und Nanoplastik im Waldboden.ZITAT ENDE

FORSTPRAXIS 14.11.2018: ZITAT:

Spindeldürre und damit instabile Pflanzen, die nach Zerfall der Wuchshülle bei stärkerem Wind, spätestens bei Schneeauflage umbiegen und sogar brechen. An Südhängen sind nicht wenige Bäumchen in den Wuchshüllen vertrocknet – das Mikroklima in der Hülle war zu heiß.

Überraschend auch: Die Wurzelentwicklung der Bäumchen bleibt zurück. Zwar sind diese Nachteile baumartenspezifisch, gleichwohl sind Wuchshüllen aus heutiger Sicht alles andere als ein „Sorglos-Paket“ für Förster und Waldbesitzer.ZITAT ENDE

Dipl.-Ing. Volker Gebhardt - Vorstand vom ThüringenForst schreibt am 14.11. 2018 auf FORSTPRAXIS.DE.

ZITAT:„Sowohl der Bau von Zäunen wie auch die Verwendung von Wuchshüllen sind häufig Erfordernisse nicht angepasster Wildbestände im Ökosystem Wald“, so Gebhardt. Das Augenmerk des Waldbesitzers muss deshalb auf die Senkung überhöhter Rot- und Rehwildbestände ausgerichtet sein. ZITAT ENDE

Die gefegten Douglasien wurden beim Durchforsten abgeschnitten mitsamt der "Wuchshülle"

Verbissschutz muß jährlich nach oben gesetzt werden

Verbissene Jungtanne

Wir helfen mit ...

... seit Mai 2017 sind wir zwei Mal im Jahr vor Ort, um beim Schutz der Weißtannen mitzuhelfen 

Hochsetzen des Terminaltriebschutzes, Abdecken der Jungpflanzen mit Reisig oder auch das Umwickeln des Terminaltriebes mit Schafwolle sind Arbeiten, die wir an 3 Standorten im Steinseetal und an der Hirschwand, wo die Alttannen ausgesät hat, durchführen.

Selbst in der Höhenlage von ca. 600 m üNN erkennt man, dass der heiße Sommer und vor allem die Trockenheit von 2018 den Fichten sehr geschadet haben. Nicht nur dem Jungwuchs auch in anderen Altersklassen kann man die Schäden erkennen