Chronologie eines Ereignisses
Der Windwurf am Aschenberg

Ausgangslage: 18.03.2018


Ein Sturmereignis hat den Wald (die Fichten vor allem) bei Bad Liebenstein/Thüringen umgeworfen (Aschenberg)

Foto: Sebastian Keybe

01.09.2018


Sturmholz wurde aufgearbeitet, man konnte auf der freien Fläche den Anflug von Eichen, Esskastanie und Roteiche erkennen.

Der Aschenberg ist der Hausberg von Bad Liebenstein. Bad Liebenstein ist die älteste Kurstadt von Thüringen. Hier gehen nicht nur die Einheimischen spazieren, sondern auch der Kurgast. Es ist eben mehr als nur ein Wirtschaftswald vom ThüringenForst.

in diesem Wald wurde schon in den 1980-iger Jahren, als Bad Liebenstein noch ein eigenes Forstamt hatte, vom damaligen Forstamtsleiter Herrn Dipl. Forsting. Volker Trauboth und seine Mitarbeiter Versuchsflächen mit den unterschiedlichsten Baumarten gepflanzt.

So erkennt man, wenn man vom Stillen Tal zum Panoramaweg läuft Baumgruppen, die in unseren monotonen Wäldern so gut wie nicht vorkommen. SITKA-FICHTEN, EIBEN, LEBENSBAUM, SCHWARZNUSS, EDELKASTANIE, ROTEICHEN, ELSBEERE

10.10.2018
Geschichtserlebnis Aschenberg - Bestandsaufnahme

Um die Geschichte des Waldes genauer kennen zu lernen, vor allem aber auch um sich ein Bild von diesem Wald zu machen, verabredeten wir uns am 10.10. 2018 mit dem ehemaligen Revierförster Herrn Brüssow.
Mit ihm tauchten wir in die Geschichte des Aschenberges ein.

Genießen Sie in der Bildfolge die Schönheit und Ruhe des Stillen Tales bei Bad Liebenstein und erkennen Sie neben den allgemeinen Baumarten die Baumvielfalt, die man hier zu DDR- Zeiten schon gepflanzt hat.

 

Baumarten, die in die heutige Zeit von Erderwärmung bestens in den Wald passen und die sich auch schon von selbst im Aschenberg ausgebreitet haben.

In diesem Zusammenhang eine interessante Aussage über die heutige Förstergeneration von Herrn Brüssow:

Unsere Förster heute - Herr Brüssow
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04.12.2018

Technik am Aschenberg und Storchsberg

Der "RAPTOR" zieht seine Bahnen durch den Aschenberg und am Storchsberg.
Der Forstmulcher beseitigt die Stubben und bereitet den Boden für die Pflanzungen vor.
(Mich erinnert diese Aktion an die konventionelle Landwirtschaft)

Vorher

Nachher

Aschenberg

Interessengemeinschaft
"ZUKUNFT WALD"
tatkräftig mithelfen kann jeder!!

29.01.2019

Die Einbindung der Bevölkerung in "Ihrem" Wald

Wir, die Interessengemeinschaft "ZUKUNFT WALD" hatten eingeladen zur Veranstaltung auf den Altenstein zum Thema 
"Der Zukunftswald am Aschenberg"

  • Einbeziehung der Bevölkerung am Wiederaufbau des Aschenberges

  • Erwecken des Interesses am Wald und Waldumbau

  • Einbindung der Schulklassen von Bad Liebenstein 

Wir hatten zu dieser Veranstaltung aus den verschiedensten Bereichen der Bad Liebensteiner Bevölkerung eingeladen.

Bürgermeister und Stadtrat, Politiker aus den verschiedensten Parteien, die Regelschule von Bad Liebenstein, Hotels und Kurkliniken, die Verantwortlichen für Tourismus, die Heimat-und Naturfreunde und natürlich auch die Anwohner vom Aschenberg.Wir hatten bewusst den Forst nicht dazu eingeladen, weil wir erst einmal sehen wollten, wie die Resonanz aus der Bevölkerung ist.

Nachdem wir unsere Ideen vorgestellt hatten, kam es zu einer angenehmen Diskussionsrunde und wir spürten, dass die geladenen Gäste sich für das Thema Aschenberg interessierten. Der Bürgermeister versprach nach der Veranstaltung, ein Treffen mit dem Forstamtsleiter zu organisieren. Auch die anwesenden Lehrerinnen der Staatlichen Regelschule " Altensteiner Oberland" signalisierten sofort ihre Bereitschaft.

04.03.2019
Termin mit den Lehrerinnen

Wie am 29.01. 2019 vereinbart trafen wir uns mit den Lehrerinnen der Staatlichen Regelschule "Altensteiner Oberland" zu einem Vor - Ort - Termin. Bei einer Begehung des Revier kam es zu ersten guten Ideen für den Wald am Aschenberg und vor allem für den Bereich um die Kuhhalte

28.03.2019
Bürgermeister und Forstamt

Bei einem Telefongespräch heute mit dem Bürgermeister von Bad Liebenstein,Herrn Dr. Brodführer  bestätigte dieser, dass es ein positives Treffen mit dem Forstamtsleiter Herrn Uth vom Forstamt Bad Salzungen gab. Bei diesem Gespräch kamen beide zu der Übereinkunft, dass die Randbereiche an Wegen sowie spezielle Flächen vom Forst für gesonderte Pflanzaktionen bereitgestellt werden. Das sind positive Nachrichten und eine gute Grundlage zur weiteren guten Zusammenarbeit von Forst und Bevölkerung.

28.03.2019
Forst hat mit Pflanzung am Aschenberg begonnen

Bei einer Wanderung heute am Aschenberg konnte man erkennen, dass der Forst hier Nägel mit Köpfen macht. Der Bereich vom Aschenberg Richtung Bad Liebenstein war schon beflanzt und zwar mit DOUGLASIE und BUCHEN. Auch am Storchsberg neben der Kuhhalte, waren die Mitarbeiter vom Forstamt Bad Salzungen noch am Werk. Hier wurden WEISSTANNEN gepflanzt und man war dabei, ein Schutzgatter gegen Wildverbiss um den Pflanzbereich am Storchsberg zu errichten.

 

29.03.2019

Aktion "Der Aschenberg soll blühen"

Wie man aus dem Zeitungsartikel lesen kann, wird am Donnerstag den 04. April die erste öffentliche Pflanzaktion unter dem Motto " Wir bringen den Aschenberg zum Blühen" durchgeführt.

 

Das ist eine sehr gute Nachricht und man kann nur hoffen und wünschen, dass sich viele Einheimische und auch waldinteressierte Bürger aus der Umgebung an dieser ersten Pflanzaktion beteiligen!!

Das die Bad Liebensteiner Regelschule als Pate für die Pflanzaktion steht freut uns besonders.

04.April 2019

"Thursday  for nature" - mit Hacke und Spaten!!!
 

aktive Mithilfe der Regelschule von Bad Liebenstein bei der Pflanzaktion - "Wir bringen den Aschenberg zum Blühen"

Es ist kurz vor 16:00 Uhr. Es haben sich schon viele Leute hier am Aschenberg bei der Kuhhalte versammelt.

 

Und auch die Schüler aus der Staatlichen Regelschule "Altensteiner Oberland" sind mit ihren Lehrerinnen auf den Anmarsch zur Kuhhalte - wohlgemerkt FREIWILLIG und DONNERSTAG NACHMITTAG 16:00 Uhr!!

Das Forstamt Bad Salzungen hat 450 Wildkirschen bereitgestellt, die an den Randbereichen der Wege und an den Verbissschutzzäunen gepflanzt wurden. Wie ich von Stadtmitarbeitern gehört habe hatten sich um die 120 Freiwillige angesagt. Alle Achtung!! 

Thursday for nature - mit Hacke und Spaten!!

Der Bad Liebensteiner Bürgermeister Herr Dr. Brodführer hat die "Pflanzer" kurz begrüßt und der Revierförster Herr Wagner hat dann erklärt wie gepflanzt werden muss. Und dann ging es auch schon los, da die Pflanzlöcher schon im Vorfeld von den Mitarbeitern des Forstamtes Bad Salzungen mit roter Farbe markiert wurden. Gute Vorarbeit!!

09.April 2019

SCHUTZMASSNAHMEN
gegen VERBISS und SCHÄLEN der Bäume durch das Schalenwild

Bei diesem Verfahren arbeitet man mit Bambusrohr.

Das Wild nimmt eine Pflanze mit dem hellen Bambusstab wahrscheinlich als „bereits gefegt – also nicht mehr interessant“ wahr.

 Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Stäbe 20 bis 25 cm tief im Boden stecken und genau 3 bis 5 cm Abstand zur Pflanze haben.
Bei schrägen Stäben oder größeren bzw. engeren Abständen nimmt das Rehwild den Fegeschutz nicht mehr ernst.

Weiterer Vorteil am Rand: Durch die hellen Stäbe finden Sie die Pflanzen bei der Kulturpflege leichter wieder.
 

gefunden im Netz hier

Waldästhetik
ein Fremdwort für den Forst?

Terminalschutzkappe (Bild rechts)

Die Verbissschutzkappe wird einfach auf den Leittrieb gesteckt, sie wächst mit dem Trieb nach oben und schützt die Spitze vor Verbiss. Um Hitzeschäden oder Verpilzung der Terminalknospe zu vermeiden, ist die Kappe mit mehreren Belüftungslöchern versehen. Die Terminalschutzkappe ist für Nadelgehölze verwendbar.

Ob diese Schutzmaßnahmen gegen Wildverbiss und Fegen durch das Schalenwild reichen, werden wir natürlich mit Achtsamkeit beobachten und dokumentieren.

10.04.2019 - 
Zeitungsbericht über die Pflanzaktion Aschenberg bei Bad Liebenstein

Es ist schon bemerkenswert, was die Waldarbeiter hier am Aschenberg geleistet haben.
24.500 Bäume zu pflanzen ist schon eine gewaltige Leistung. Alle Achtung!!

 

Das der Einsatz für die Pflanzung und die Pflanzen aus Großthiemig (Südbrandenburg) sind und die ganze Pflanzaktion von einer Forstbaumschule aus dem Westerwald in Rheinland-Pfalz nahe Koblenz (Pein&Pein) geleitet wird ist sehr interessant, da doch der ThüringenForst eine eigene Forstbaumschule in Breitenworbis betreibt.

Interessant fand ich auch die nebenstehende Aussage in dem Zeitungsartikel vom 10.04.2019, dass sich der Revierförster noch ROTEICHEN gewünscht hat. Nun es gibt im Aschenberg/Stilles Tal einen kleinen Wald von Roteichen hinterm Storchsberg, dort stehen die Bäume in Reih und Glied (Foto unten).
Auch gibt es am Panoramaweg Anflug von Roteiche.

 

DER BETRACHTER findet also die ROTEICHE  schon HEUTE im Wald beim Aschenberg
Man muss nur achtsam sein in seinem Wald.

 

Ich wusste nicht das man sich Bäume für den Aschenberg wünschen darf, dann ich hätte mir doch noch ULME, BERGAHORN, SPITZAHORN und einige ELSBEEREN gewünscht. 
"ARTENREICHEN DAUERMISCHWALD"

Roteichenwäldchen hinter der Kuhhalte

fotografiert am 10. Oktober 2018

Holz dominiert Forst
Nahezu alle deutschen Forstverwaltungen haben in den letzten Jahren Reformen vollzogen, die der neuen, betriebswirtschaftlichen Denkweise mit intensivierter Holzproduktion Rechnung tragen. Das dezimierte Personal stöhnt unter der Last immenser Reviergrößen und Einschläge, doch letztlich „funktioniert“ es. Den eigenwilligen Oberförster alter Ordnung haben systemkonforme Holzmanager abgelöst. Sie arbeiten effizient und erfolgsorientiert. Damit fügen sie sich nahtlos in die Welt der Geschäftsleute, Ingenieure und Banker ein.
(aus: "Waldästhetik" von Wilhelm Stölb)

fotografiert am 06.Mai 2019

Roteichenwäldchen

Rotbuchenwäldchen

Kiefer und Lärchenwäldchen

Douglasienwäldchen

23.04.2019

Baumpflanzen und dann?

Die Bad Liebensteiner haben am 04. April mit sehr viel Eifer am Aschenberg und hinter der Kuhhalte Wildkirschen gepflanzt. Ich habe darüber berichtet und auch die Zeitung hat es niedergeschrieben. Bad Liebensteins Bürgermeister hatte aufgerufen "DEN ASCHENBERG ZUM BLÜHEN BRINGEN".

Seit dem 18. März hat es in unserer Gegend nicht mehr geregnet. Und der Pflanztag liegt auch fast einen Monat zurück. Da wird es Zeit, mal nach den Kirschenbäumchen zu schauen. Nein schauen reicht nicht, da muss man etwas mehr tun.

Wir sind zwar nicht aus Bad Liebenstein, aber der Aschenberg und das Stille Tal sind auch für uns ein beliebtes Wanderziel. Auch deshalb haben wir uns an der Pflanzaktion beteiligt.

 

Außerdem haben wir waldinteressierte Bürger die Interessengemeinschaft "ZUKUNFT WALD" ins Leben gerufen und hoffen, das sich viele Leute uns anschließen und sich den Wald wieder genauer anschauen!!

Solange die Trockenphase anhält, werden wir einmal wöchentlich unsere Bäumchen gießen.
Wir hoffen und wünschen uns das die Bad Liebensteiner auch an ihre Bäumchen denken, denn wenn wir bei diesem warmen Wetter nicht mithelfen, dann wird es nichts mit dem BLÜHENDEN ASCHENBERG

24.04.2019

"Große Gießaktion im Wald"

Als hatten wir uns abgesprochen.
Einen Tag, nachdem ich meine gepflanzten Bäumchen am Wegrand nach Meimers hinter der Kuhhalte am Storchsberg gegossen habe, ruft der Revierförster Herr Wagner die Bad Liebensteiner zu einer Gießaktion auf.

Das ist gut, denn die Bäumchen sind wirklich kurz vor dem Vertrocknen.

Ich hoffe, dass sich auch diesmal wieder viele Bad Liebensteiner Naturfreunde und vor allem die Schüler der Regelschule an der Aktion beteiligen werden.

27.04.2019

Zeitungsartikel von der Gießaktion am Aschenberg

29.04.2019

Regenwetter am Aschenberg

Seit 2 Tagen regnet es ab und an und damit scheinen die Pflanzen erst einmal "über den Berg" zu sein was den Wasserhaushalt betrifft. 

 

Auch die Liebensteiner haben Ihren Aschenberg wiederentdeckt.

 

Sicher wird es noch Aktionen mit der Schule geben, da bleiben wir am Ball.

Wir werden auch weiterhin ACHTSAM auf den Aschenberg und die Kuhhalte schauen.

Denn es war erst ein ganz kleiner Schritt hin zum "ARTENREICHEN DAUERMISCHWALD"