Ein interessantes Thema :

"WALDGRAFFITI"

Man hat sich fast schon an den Anblick in unseren Städten gewöhnt, wenn selbsternannte "Künstler" meist in den Nachtstunden ihre Kunst unter die Leute bringen. Und über Schönheit oder Sinn solcher Aktionen lässt es sich natürlich trefflich streiten.

Aber was hat das mit unseren Wäldern zu tun?

Wilhelm Stölb schreibt in seinem Buch "Waldästhetik :

ZITAT - "Höchst unnatürlich wirken Farbmarkierungen im Wald, mit denen manche Förster ausgesprochen großzügig umgehen, auch wenn es Alternativen gäbe. Es ist ja so leicht: Mit lässig ausgestrecktem Arm kann man der Mitwelt schnell und nachhaltig die eigene Tatkraft und Wichtigkeit demonstrieren.
Das sich die Sprühereien in letzter Zeit stark mehren, ist wohl auch eine Stressreaktion auf drastische Reviervergrößerungen und das stark erhöhte Arbeitspensum. Eine Art Flucht nach vorn in die Selbstbehauptung: "Jetzt machen wir Holz und nicht Romantik! - Auch über 200 Hektar bleib ich Herr der Lage!". So funktionieren die Betriebe und die Menschen darin"
  - ZITAT ENDE

 

         fotografiert am 09.Juni 2019 am Waldweg von der Kuhhalte bei Bad Liebenstein nach Meimers (Thüringen)           
 fotografiert am 26.Juni 2019 an der Weggabelung und Schutzhütte  HOHER KISSEL (Thüringen)    

Er schreibt weiter:

ZITAT - "Ökologisch ist die ganze Farbsprüherei im Wald kein Problem. Dem Specht ist es egal, wie sein Höhlenbaum aussieht. ... Aber Menschen, die in unseren Wäldern die letzten Reste von Natur suchen, stoßen die üppigen Färbereien vor den Kopf.

Und eine Forstwirtschaft, die nach gesellschaftlicher Akzeptanz strebt, erweisen sie keinen Dienst. Deshalb sollten sich alle, die draußen mit Markierungsfarbe umgehen, Sensibilität für das Wesen des Waldes bewahren und für die Mitmenschen, die sie suchen"  - ZITAT ENDE

 

 

Dem ist nichts hinzuzufügen!!