AKTUELLE INFOS - rund um das Thema WALD

Auf dieser Seite möchte ich interessante Themen zum Wald aufzeigen. Dabei geht es nicht nur um unsere Thüringer Wälder, sondern allgemein um Themen die den Wald betreffen. Man findet im Netz jede Menge Informationen und daraus die wichtigen Infos auch für unsere Wäder herauszufiltern ist das Anliegen dieser Seite.

04.10. 2019 -AKTUELL: THEMA WUCHSHÜLLEN

Auf der Internetseite von waldwissen.net fand ich einen guten Beitrag aus Baden-Württemberg von der HOCHSCHULE FÜR FORSTWIRTSCHAFT ROTTENBURG über das Thema WUCHSHÜLLEN.

ZITAT:
"Seit der Entwicklung von Wuchshüllen vor rund 40 Jahren wurde das Produkt stetig weiter entwickelt. Nach einer Phase der Euphorie durch gesteigerte Höhenzuwächse und verringerte Ausfälle in den ersten Jahren, wurden auch Herausforderungen sichtbar wie teilweise verringerte Stabilität, notwendige Belüftung, das unterschiedliche Verhalten einzelner Baumarten, transparente Hüllen und Rückbau sowie neuerdings das Problem von Plastikrückständen im Wald."
ZITAT ENDE

ZITAT:
"Zudem zeigt eine vorliegende rechtliche Untersuchung zu Wuchshüllen, dass das Zurücklassen von Wuchshüllen im Wald nicht im Einklang mit geltendem Recht steht." ZITAT ENDE

Einige Informationen aus diesem Beitrag auf einer PDF Seite zusammengefasst

pdf-gif.gif

Foto oben: Hirschwand - Pleßwald - Vorderrhön - 02.02.2018
Foto links: Hirschwand - Pleßwald - Vorderrhön - 08.10. 2018

In den Wäldern von Baden-Württemberg befinden sich nach Umfragewerten ca. 2,6 bis 4,5 Mio. nicht eingesammelten Wuchshüllen. 
Dies entspricht bei ca. 300 g/Wuchshülle einer Menge von 780 bis 1.340 Tonnen Kunststoff aus den vergangenen 20 Jahren, die sich noch immer in den Wäldern Baden-Württembergs befinden.

Da es sicher auch für unsere Thüringer Wälder von Bedeutung ist, wie viele dieser Plastikröhren in den Wäldern rumliegen, habe ich heute (04.10.2019) beim Forstvorstand in Erfurt per Mail nachgefragt, ob es auch für unsere Wälder schon solche Umfragewerte gibt.

Wenn nicht, wäre es für unsere Studenten der FH Erfurt - Fachrichtung  Forstwirtschaft und Ökosystemmanagement auch mal interessant, eine solche Umfrage zu starten!!

Nachtrag 14.10. 2019

 
Ich möchte mich heute beim  
Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha Referat Klimafolgen, Forschung und Versuchswesen für die Beantwortung der Mail bedanken.

In Thüringen gibt es zum Thema Wuchshüllen, oder sollten sich doch lieber "Verbissschutzhüllen"  heißen, keine Informationen, wieviel Tonnen Plastikröhren in unseren Wäldern liegen.

Danke für die Informationen!!

17.10. 2019 - Waldexkursion mit ANTON HOFREITER, Vorsitzender der grünen Bundestagsfraktion

Die GRÜNEN aus Thüringen hatten zu einer Waldwanderung im Revier Marksuhl eingeladen. Als Gäste waren unter anderem DIRK ADAMS und ANTON HOFREITER bei der Waldexkursion dabei.

Der Leiter des Thüringer Forstamtes Marksuhl Herr Ansgar Pape und seine Mitarbeiter führten entlang des Rennsteigs vom VACHAER STEIN die anwesenden Besucher durchs Revier. 

Der kundige Rennsteigwanderer kennt dieses Fleckchen Erde, denn zu DDR- Zeiten war der VACHAER STEIN der Ausgangspunkt der Rennsteigwanderung. 

Dieses Waldgebiet hat einen hohen Anteil an Laubbäumen, man erkennt natürlich als Hauptbaum die Rotbuche aber auch andere Laubbaumarten waren zu erkennen (Bergahorn, Hainbuche etc.). Die Fichte war natürlich auch eine Baumart, über die man reden konnte,weil auch sie sich hier im Gebiet verabschiedet.

Der Forstamtsleiter Herr Pape erklärte in einer sehr aufgeschlossenen, freundlichen und ehrlichen Art die Probleme im Wald.

 

Nun ja, für die GRÜNEN ist es so eine Art "Schaulaufen" vor der Landtagswahl gewesen, diese Aktion, es sind keine "Waldkenner". Die Waldprobleme erkennt man nicht wenn man die gewohnten Wanderwege entlangläuft. Man muss IN DEN WALD, um zu sehen was dort abläuft. Beim genauen Hinschauen im Wald konnte der achtsame Waldbeobachter hier im Revier ein zu hohes Schalenwildaufkommen erkennen. Der Forstamtsleiter kennt das Wildproblem in seinem Forstbezirk auch, als ich ihn darauf ansprach.

Seit Neuestem bereitet aber das Sterben der alten Buchen den Forstleuten erhebliche Sorgen. Sie galt bisher als eine Baumart, die der Klimaerwärmung trotzen könnte, die ROTBUCHE.

Doch auch hier im Forstamt Marksuhl scheint die sogenannte Buchenrindennekrose (Buchenkomplexkrankheit) (Bild unten) angekommen zu sein.

In anderen Bundesländer gibt es diese Krankheit auch schon und auch in den Kammlagen des Thüringer Waldes, z.B. am GREBESTEIN (Bild rechts) konnte ich dieses "Abschälen" der Rinde an den Buchen erkennen. Charakteristische Symptome dieser Erkrankung sind Schleimflussflecken, strichförmige Rindennarben und in späteren Stadien fleckenweises Absterben und Ablösen der Rinde, Holzfäule, Pilzfruchtkörper und Befall durch holzbrütende Insekten. Mehr dazu unter waldwissen.net

FICHTE WEG, BUCHE SCHWÄCHELT, was bleibt da noch in unseren Wäldern? 
Es wird für jeden WALDBEOBACHTER interessant sein zu sehen, wie sich unsere Waldgesellschaft in den nächsten Jahren verändert und wir müssen achtsam sein um den weiteren Weg des Waldes in Thüringen zu beobachten.

12.11. 2019 - Die Narrenzeit hat begonnen!!

Einen Tag nach dem 11. 11. 2019 schreibt der ThüringenForst in der Südthüringer Zeitung:

gefunden auf WIKIPEDIA

Und darauf den Narrhalla - Marsch:

00:00 / 00:22

Hurra!!

 

20.11. 2019 - Zum Artikel in der STZ vom 20.11.2019

"Wahre Farborgien" oder notwendige Hilfsmittel  meinen Original Artikel (31.10. Waldgraffiti) finden Sie hier

Heute erschien der Artikel in unserer Tageszeitung über die "Graffiti Förster".

Natürlich wurde nicht der gesamte Text gebracht, aber das hat sicher seine Gründe. Über die Auskunft der Forstbeamtin aus Breitungen war ich nicht überrascht, was soll sie auch anderes sagen. 

Nur eine Aussage aus dem Artikel:
ZITAT:

"Diese (Farbmarkierungen) seien jedoch wichtige Hilfsmittel um sicherzustellen, dass die Waldflächen möglichst schonend bewirtschaftet werden".


Ziel der Waldbewirtschaftung sei ein artenreicher und stabiler Wald"
ZITAT ENDE

Es sind die gewohnten Floskeln der Forstbeamten nicht nur vom ThüringenForst.

Ein ZUKUNFTSBAUM

schonende Bewirtschaftung

Für mich war wichtig, den Leser auf dieses "Farbenspiel" im Wald aufmerksam zu machen 

Was mich etwas sprachlos machte war der daneben stehende "ANGEMERKT" Artikel der zuständigen Journalistin zu den "Farborgien" in unseren Wäldern.

Schon die Überschrift machte mich stutzig:

ZITAT:  "Der Wald hat andere Probleme" ZITAT ENDE

Sehr geehrte Frau Otto:

Ein Wald hat überhaupt keine Probleme, Wälder gibt es seit rund 300 Mill. Jahren. Sie haben Eiszeiten und Warmzeiten überlebt, sie wachsen wieder in Hiroschima und Nagasaki trotz der amerikanischen Atomwaffen und auch in Tschernobyl und Fukushima wachsen schon wieder Wälder.

Probleme mit dem Wald haben wir Menschen durch unsere fatale Forstpolitik!

ZITAT 2:
"Das ein Förster bei jedem Einsatz in seinem Revier vor Ort ist, um zu sagen, welcher Baum stehen bleibt und welcher gefällt werden soll, ist ILLUSORISCH."
ZITAT ENDE

Sehr geehrte Frau Otto:
Das ist eine der Arbeiten eines Försters!! Der Förster ist in seinem Revier für jeden Baum verantwortlich denn genau deswegen lässt der WALDBESITZER seinen Wald ja auch beförstern, sie haben es gelernt und können das!
Wenn sie durch die zu großen Reviere, die durch Einsparung von Personal entstehen, die Übersicht verlieren, dann ist dies wieder ein forstpolitisches Problem. Früher ist der Forstmann mit seinem Dackel durchs Revier gelaufen und hat seinen Wald beobachtet. Heute fährt er meistens mit dem SUV durchs Revier.

Und Frau Otto, der letzte Satz geht gar nicht.

ZITAT:

Und auch, wenn sich der ein oder andere Spaziergänger von den gekennzeichneten Bäumen gestört fühlen mag: Der Wald hat aktuell andere drängendere Probleme.

ZITAT ENDE

Vielleicht sollten Sie mal über die Wohlfahrtswirkungen eines Waldes recherchieren. Thema: Erholungsfunktion des Waldes

Gute journalistische Arbeit ist das nicht, was sie in diesem kleinen Artikel geschrieben haben, aber genau die wünsche ich mir von meiner Tageszeitung, für die ich jeden Monat bezahle!!

 

Die deutsche Sprache ...

Artikel vom 06.12.2019

THÜRINGENFORST VERMISST BÄUME UND BÖDEN

 

Als ich diese Überschrift las dachte ich sofort:
 

WOW... der Forst vermisst seine Bäume!! Mir geht es nämlich ähnlich ich vermisse auch viele Bäume in unseren Wäldern! Und dann hat er auch noch Böden verloren. Wo es doch noch gar nicht so sehr geregnet hat, dass die Waldböden davon schwimmen. Das wird erst noch kommen, durch die entstanden Kahlflächen an den Hängen in unseren Wäldern!


Vielleicht meinte er aber auch die BÖDEN, die die Harvester und Vorwarder aus den Wäldern weggeschleppt haben.

Ich weiß es doch nicht!!

Nach dem Weiterlesen beruhigte ich mich doch gleich wieder.
Man will nur meine Steuergelder gut anlegen, dafür habe ich Verständnis.

Doch dann kam erneut Zweifel in mir auf:

Die Stationen messen die Bodenfeuchte, den Wassergehalt und die Zusammensetzung des Waldbodens - ok. Das ist verständlich, zumal man es auch mit den komplexen Klimafolgen für das Waldökosystem erklären kann. Das kommt gut an im Zeitalter des Klimawandels.


Doch ist die Messstation womöglich fahrbar, um sie von Baum zu Baum zu transportieren, um die Höhe und den Durchmesser der Bäume zu messen?


Hat das FÖRSTERDREIECK eventuell doch ausgedient?

Vielleicht bleibt ja auch noch etwas Geld übrig, um die stillgelegten Baumschulen im Land wieder zu aktivieren?

 

Fragen über Fragen

 

Es beruhigte mich, dass die gesammelten Daten und die gewonnenen Informationen unter anderem auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.
Da werde ich doch mal beim Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrum (FFK) des ThüringenForst in Gotha nachfragen, wo in meiner Nähe am westlichen Thüringer Wald so eine Hightech-Anlage steht und ob da vielleicht Führungen angeboten werden.