"Feudalistische Wildansammlung"

Landkreis Schmalkalden-Meiningen

2017

Der Waldbesitzer bestimmt, wie sein Wald wächst!!

 

Durch achtsames Hinschauen erkennt man, ob sich der Waldbesitzer seinen Wald von einem "WALDFÖRSTER", einem "WILDFÖRSTER" oder einem "FASSADENFÖRSTER" beförstern lässt.
Diese Spezies finden Sie in keinem Lehrbuch, ihre Tätigkeit erkennt man nur durch achtsames Schauen, wenn man mit offenen Augen durch den Wald geht. Ich muss gestehen, ich hab es auch erst lernen müssen.

Da ist es gut, wenn man einen Lehrmeister hat, der über 40 Jahre seines Lebens den Wald studiert hat!

Schauen wir uns mal an, wie die zweite Spezies arbeiten:

Der "WILDFÖRSTER"

 

Es gibt Waldbesitzer und Förster, die ihren Wald als Jagdkulisse verstehen und diesen auch so behandeln. 
Das dies zum Schaden des Waldes ist, nehmen sie in Kauf.

Man erkennt diese Wälder daran, dass sie nach den Neuanpflanzungen meist eingezäunt werden müssen.
Anflug kommt hier kaum hoch, man sieht beim genauen Hinschauen das freistehende junge Bäume verbissen oder großere Bäume gefegt wurden.

Hier stimmt das Verhältnis WALD/WILD nicht. Eine WALDERNEUERUNG, also ein artenreicher Dauermischwald wird hier nicht entstehen.

Selbst Altbäume werden nicht verschont wie im Bild die Buchen, die von den Hirschen rundherum geschält wurden. Man erkennt keinen Jungwuchs im Wald

"Verbissschutzmanschetten" 
müssen jährlich nach oben gesetzt werden, damit der Terminaltrieb nicht wie hier im Bild verbissen werden kann. Dann ist der Schutz wertlos

sogenannte "Wuchshüllen"(wir sind Achtsam beim Gebrauch der Sprache und Schrift und erinnern uns an"NATURPARK oder WINDPARK") wirken in den ersten Jahren wie Gewächshäuser und sind auch nach dem Herauswachsen des Bäumchens aus den "Wuchshüllen" gegen Fegen durch das Rotwild nicht sicher, wie man im Bild erkennen kann.
Außerdem gibt es noch keine ausreichenden Informationen und Erkenntnisse wie lange es dauert, ob und wann diese "Plastikverbisschutzwuchshüllen" zersetzt werden und welche Auswirkungen es für den Waldboden danach gibt. Es wird noch geforscht!!!

Die Kosten des Verbissschutzes für die ganze Pflanze werden in den Standardkosten mit durchschnittlich 3.800 Euro pro Hektar veranschlagt!! 
Die Medien berichten darüber, wie viele Hektar Wald wieder bepflanzt worden sind. Es wird aber niemals darüber berichtet, wie es nach ein oder zwei Jahren in diesem Wald tatsächlich aussieht.
 
Ähnlich ist es auch wenn an bestimmten Tagen bestimmte Persönlichkeiten mit glänzendem Spaten ein Bäumchen pflanzen. Da ist die Medienwelt versammelt und berichtet. Was nach Jahren aus dem Baum geworden ist, erfährt der Leser oder Zuhörer nicht.
Genau so funktioniert es auch in unseren Wäldern!