Der Waldbesitzer bestimmt, wie sein Wald wächst!!

 

Durch achtsames Hinschauen erkennt man, ob sich der Waldbesitzer seinen Wald von einem "WALDFÖRSTER", einem "WILDFÖRSTER" oder einem "FASSADENFÖRSTER" beförstern lässt.
Diese Spezies finden Sie in keinem Lehrbuch, ihre Tätigkeit erkennt man nur durch achtsames Schauen, wenn man mit offenen Augen durch den Wald geht. Ich muss gestehen, ich hab es auch erst lernen müssen.

Da ist es gut, wenn man einen Lehrmeister hat, der über 40 Jahre seines Lebens den Wald studiert hat!

Schauen wir uns mal an, wie die einzelnen Spezies arbeiten:

Der "WALDFÖRSTER"

 

Man geht durch einen Wald und erkennt, dass dieser sich stufenweise entwickelt. Unter den Altbäumen steht der Jungwuchs bereits in den Startlöchern.Wir haben dieses sehr gut in einen Tannenwald in Baden-Würtemberg sehen dürfen. 

Forstrevier Vordersteinenberg
Revierleiter Herr Friz - Forstamt Alfdorf

Der Förster arbeitet, wie er uns sagte "MIT LICHT UND SCHATTEN". 
Doch hören wir Ihn selbst in den beiden Videos:

5.Mai 2017

Der Jungwuchs wurde nicht gepflanzt, es ist Anflug, der sich hier entwickelt.
Es kostet dem Waldbesitzer keinen Cent für Pflanzung, Zäunung oder andere Schutzmaßnahmen.
Hier stimmt vor allem aber auch das Verhältnis WALD/WILD!!!

In unserer Region kann man auch "Waldförster" kennen lernen. Wir waren dazu am 09.08.2017 im Stadtwald von Hildburghausen/Thüringen
Der damalige Revierförster Herr Hoffmann führte uns und eine Gruppe Studenten der FH Erfurt durch seinen Stadtwald

Tannensaat

Der Stadtwald hat eine Größe von etwa 23 Quadratkilometer. Bis 1990 wurde er als Altersklassenwald (Fichte) und jagdlich trophäenorientiert mit viel Rot- und Rehwild bewirtschaftet. Nach der Wende konnte die Stadt ihren Wald wieder weitgehend selbst bewirtschaften.
GEORG MEISTER beschreibt in seinem Buch "DIE ZUKUNFT DES WALDES" (Auflage von 2015) auch den Stadtwald von Hildburghausen.
Die Überschrift lautet: 
Stadtwald Hildburghausen - Stadtrat und Förster gestalten den Zukunftswald
Durch die konsequente Bejagung mittels Jagdpaketen waren nach einigen Jahren die Verbiss- und Schälschäden so weit zurückgegangen, das auch Tannen, Eichen und Ahorne ohne Zaun aufwachsen können, was wir gut sehen konnten.

Ich bin mir sicher, das es noch viele WALDFÖRSTER gibt, denn nur wenn der Waldbesitzer einen gut funktionierenden artenreichen Dauerwald möchte, wird auch der Förster sein Wissen und seine Kraft für diese Art des Waldes einsetzen.