Der Waldbesitzer bestimmt, wie sein Wald wächst!!

 

Durch achtsames Hinschauen erkennt man, ob sich der Waldbesitzer seinen Wald von einem "WALDFÖRSTER", einem "WILDFÖRSTER" oder einem "FASSADENFÖRSTER" beförstern lässt.
Diese Spezies finden Sie in keinem Lehrbuch, ihre Tätigkeit erkennt man nur durch achtsames Schauen, wenn man mit offenen Augen durch den Wald geht. Ich muss gestehen, ich hab es auch erst lernen müssen.

Da ist es gut, wenn man einen Lehrmeister hat, der über 40 Jahre seines Lebens den Wald studiert hat!

Kommen wir noch zur 3. Spezies; sie ist schnell beschrieben:

Der "FASSADENFÖRSTER"

 

Der "Fassadenförster arbeitet wie der "Wildförster".


Hinzu kommt noch, dass er durch Anpflanzungen an Weg- und Waldrändern verständlich machen will, dass in seinem Wald viel getan wird für eine "Walderneuerung". Interessant wird es erst, wenn man in diesem Wald tiefer eindringt!!

(Wir als ehemalige DDR- Bürger kennen diese Fassadenarbeit noch; immer wenn "hoher politischer Besuch" anstand, wurden die Fassaden z.B. von Bahnhofen wo man vorbeifuhr oder von Gebäuden, die man besuchte, schnell "aufgehübscht". So wurde der Eindruck erweckt, dass alles in Ordnung ist).

zum Krätzersrasen

fotografiert am 18.10.2018 - Schnepfenberg (677m üNN) - Revier Krätzersrasen

Wenn man den Forstweg läuft der kaum von Wanderern benutzt wird, erkennt man durch genaues Hinschauen, dass der nicht mehr gebrauchte Wildschutzzaun in den Waldboden "eingearbeitet" wird, man sieht das in unseren Wäldern sehr häufig  - kostet ja nichts!!

Käferbäume

fotografiert am 20.09.2017 - Pleßwald

Wir sind achtsam und erinnern uns Bundeswald, Staatswald und Kommunalwald sind BÜRGERWALD, also UNSER WALD 
und solche Maßnahmen wie beschrieben werden durch unsere Steuergelder finanziert. 

fotografiert am 16.04.2019 - Am Rennsteig -  Höhe Venetianerstein

Georg Meister schreibt in seinem Buch "TATORT WALD" (ISBN:978-3-86489-012-3):

 

"Dem Bürger wird immer signalisiert, dass eigentlich alles in Ordnung ist: Die Bürger brauchen sich nicht um den Wald und die nachhaltige Erfüllung der WOHLFAHRTSWIRKUNGEN des Waldes zu kümmern. Im Wald ist also alles weitgehend im Lot.

 

Von unaufgeklärten Bürgern ist kein Druck auf Politiker zu erwarten. Die leidenden Wälder verursachen keinen Leidensdruck, weil das Leid nicht gesehen wird. Was wir brauchen ist eine Kontrolle des Waldes von "Außen" , Staatswald dient dem allgemeinen Wohl; aus der Verschlusssache WALD muss noch mehr als zur Zeit eine Öffentlichkeitssache werden."

BLEIBEN WIR ACHTSAM  -
schauen wir genauer hin bei Wanderungen durch unsere Wälder