MONAT DEZEMBER 2020:

 

19.12.2020

IM HEIMATSGRUND
Schadholzbeseitigung mit dem Harvester

Grundlage für die Entwicklung eines neuen Waldes ist, einen Großteil das Schadholz aus dem Wald zu entfernen.
Auch aus Sicherheitsgründen für den Waldwanderer ist es wichtig, dieses Holz aus dem Wald zu bringen. 
Die "Aufräumungsarbeiten" sind im Heimatsgrund im Gange.

Natürlich bleibt durch die Arbeit mit dem Harvester auch noch genügend Astholz im Wald, welches für den Wasserhaushalt und die Humusbildung, als für das "Bodenpersonal" wichtig ist.

Interessant war die Unterredung mit dem Maschinisten des Harvesters. Nach anfänglichem Misstrauen hat sich ein sehr gutes Gespräch zwischen uns beiden entwickelt.
Ich möchte hier und heute nicht über das PRO und KONTRA von Harvester und Forwarder eingehen. Aber jeder, der schon mal mit der Motorsäge im Wald Bäume gefällt hat weiß, wie kraftanstrengend und gefährlich diese Arbeit ist. Und wer solche Arbeiten im Wald nicht kennt und noch nie gemacht hat, der kann sich eigentlich auch kein Urteil leisten über diese Art der Waldarbeit.

Wieder einmal hat sich bestätigt, dass man nur durch offene Gespräche zu einem guten und nützlichen Konsens kommen kann. 

Wie schon öfters beschrieben ist es die Fichte, die mit diesen klimatischen Bedingungen hier kaum zurechtkommt. Und wie man auf dem Foto erkennen kann, hat er auch noch einige Zeit hier im Wald zu tun.

Für uns als Interessengemeinschaft ist es wichtig darauf zu achten, dass von Forstseite kein "zweiter Aschenberg" hier im Heimatsgrund entsteht. Deswegen brauchen wir eine bessere Kommunikation zwischen uns, dem Waldbesitzer (Gemeinde) sowie dem Forstamt.


Auf alle Fälle wird die weitere Entwicklung des Gemeindewaldes von Barchfeld fotografisch dokumentiert. Um es noch einmal deutlich zu sagen, es ist UNSER Wald, der hier wieder aufgebaut werden muss und deswegen möchten wir auch mitbestimmen, wie der Wald wachsen soll!!

 

Und wir sind sehr gespannt, wie der ThüringenForst sein waldbauliches Leitbild, den DAUERWALD hier vor Ort umsetzt.

 

22.12.2020

IM HEIMATSGRUND
Drohnenaufnahmen von der momentanen Situation in einem  Bereich des Heimatsgrundes 

Ich habe heute einige Aufnahmen mit der Drohne vom momentanen Zustand des Heimatsgrundes in dem Waldstück unterhalb der Eiche  aufgenommen.

Der Harvester legte die letzten Fichten um und stapelt das Holz. Sicher wird in den nächsten Tagen der Forwarder das Holz abholbereit am Feldweg ablegen.

Damit ist eigentlich der Großgeräteeinsatz abgeschlossen und der Umbau zu einem artenreichen Dauerwald kann beginnen.

Ab jetzt möchten auch wir uns an diesem Umbau zum Dauerwald beteiligen. Genau deswegen haben wir dem Bürgermeister für seine nächste Gemeinderatsversammlung ein Schreiben zukommen lassen, indem wir ihn aufzeigen, wie wir uns die Entwicklung des Gemeindewaldes vorstellen.

Hier der Wortlaut des Schreibens:

INTERESSENGEMEINSCHAFT „ZUKUNFT WALD“

Das Ziel soll die Entwicklung eines naturnahen Dauerwaldes* von Heimatsgrund und Heide sein.

  • Kein Zweiter Aschenberg (kein Forstmulcher)!!

  • Keine forstlichen Alleingänge in unseren Gemeindewäldern

  • Ehrenamtlicher Ansprechpartner zwischen IG, Gemeinde und Forst benennen

  • Entwicklung eines Pflegekonzeptes für die Gemeindewälder

  • Die Pflege des Waldes erfolgt einzelbaumorientiert.

  • Wir sind gegen eine Trennung unserer Wälder in ökonomisch ausgerichtete Forsten und Schutzgebiete.  Schutzgebiete allein können die Artenvielfalt unserer Wälder nicht sichern.
    DESWEGEN:

  • Es werden nicht nur zukünftige Wertholzbäume berücksichtigt, sondern auch künftige Biotopbäume.

  • Integration von Horst- und Höhlenbäumen und Bäumen mit ökologisch wertvollen Strukturen (Biotopbäume) in das Pflegekonzept.

  • WIR BRAUCHEN KEINE "URWÄLDER" SONDERN "URIGE" WÄLDER

  • Verwendung angepasster Forsttechnik und Holzernteverfahren

  • Anpassung der Schalenwildbestände ist Voraussetzung für die natürliche Verjüngung der standortgerechten Baumarten und Sicherung der Artenvielfalt im Wald
    (angepasste Jagdstrategien entwickeln und konsequent durchsetzen)

 

  • Forstweg durch Heimatsgrund (am Kirschberg) wiederherstellen (wichtig!)

  • Zuschüsse von Land und Bund vor allem für Pflegemaßnahmen und Wegebau nutzen.

  • Verzicht auf medienwirksame Großpflanzaktionen

  • Regelmäßige Waldbeobachtungen, wie sich aus der Naturverjüngung der zukünftige Wald entwickelt.

  • Regelmäßige Pflegearbeiten (Waldeinsätze organisieren)

  • Nur dort mit Anpflanzungen nachsteuern, wo zu große Lücken entstehen

  • Nachdenken über die Errichtung eines „Bürgerwaldes“
     eigenen Baum pflanzen (Hochzeit, Geburt des Kindes) – damit Bindung zum Wald schaffen

  • Evtl. AG „Waldhelfer“ in Schule gründen

 

 

*Ein Dauerwald ist ein standortgerechter, baumartenreicher, strukturierter und ungleichaltriger Wald, der durch seine Stabilität und Elastizität Risiken minimiert, sich selbst verjüngt und eine nachhaltige, multifunktionale Nutzung ermöglicht.

Heimatsgrund und Heide sollen wieder das werden, was sie früher einmal waren:
Wälder, durch die man frohen Herzen wandert und die ein Sinnbild unseres Heimatgefühl am Fuße des Thüringer Waldes sind.

Wilhelm Leopold Pfeil (1856) schrieb einmal über die forstliche Ausbildung und Tätigkeit:

Das Wissen tut´s nicht allein, wenn die Liebe fehlt

 

28.12.2020

Am GLÖCKNER - Winterimpressionen am Rennsteig 

Ich möchte heute zum Jahresabschluss einige Winterbilder ins Netz stellen. Gestern Abend fing es bei uns an zu schneien und da ist es natürlich auf dem Kamm des Thüringer Waldes am schönsten.
Gute 3 Stunden ging unsere Wanderung vom Glasbach bis zum Glöckner und die große Meilerstätte und weiter Richtung Napoleonshut und wieder zurück zum Glasbach. Viel Zeit um die gute Luft zu genießen und über die Wald- und Wildprobleme zu diskutieren.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim betrachten der Fotos
Wer mehr über dieses Kleinod am Rennsteig erfahren will hier klicken 

 

Wir wünschen allen ein gesundes und gutes Neues Jahr 2021.