02. 09. 2019 - Rund um die HEIDE bei Barchfeld

Den Weg durch die Heide (siehe Karte) sind wir schon als Kinder gegangen. Es war früher ein beliebter Weg, um mit seinen Eltern oder Großeltern nach Meimers ins Gasthaus zu kommen.

Man konnte selbst im Sonntagszwirn durch die Heide laufen, die Wege waren bestens gepflegt und auch wenn man ermüdet war konnte man sich auf selbstgebaute Bänke setzen. Etwa auf die "WILHELMS-RUH" mit herrlichem Blick zur Rhön, weshalb sie auch von meinem Opa RHÖNBLICK genannt wurde (er hat sie gebaut – ich durfte als Kind mithelfen!!).
War man mitten im Wald lud die OTTOS-RUH ein, auch sie wurde von einem Waldläufer gebaut von der aus man sehr schön die Goldhähnchen, Waldbaumläufer, Kleiber und so manch anderen Vogel gut beobachten konnte.

Leider habe ich keine Fotos von dieser Zeit
HEIDE
Barchfeld
Sorga und Meimers

Schauen wir auf die Heide im Jahr 2019

Total vom Gras überwuchert und nicht zu erkennen ist der Weg hinein in den Wald hinter dem oberen Teich. Links daneben ist ein Teil des Verbissschutzzaunes umgefallen und man muss aufpassen, dass man sich nicht im Draht verheddert.(Bild unten) 

WALDWEG

Im Februar dieses Jahres konnte man noch etliche Käferbäume erkennen (Bild links). Die Bäume wurden gefällt und abtransportiert. Viel Licht jetzt im Wald und der Hang rechts ist schon ziemlich zugewuchert.

Das Käferproblem ist aber damit nicht gelöst auf der Heide, wie man im unten stehenden Foto erkennen kann.

In den 1970iger Jahre zog eine Sturmböe durch Barchfeld und vernichtet an der Stelle, wo heute der Spielplatz im Erlich ist ein Erlenwäldchen, zog dann weiter und warf auch Teile der Heide um. Diese wurde sofort geräumt und man pflanzte an Stelle der Fichte diesmal Kiefer an.

Er wird seit einigen Jahren von einem fränkischen Privatwaldbesitzer bewirtschaftet!!

2017 wurde durchforstet und heute wachsen neben der Kiefer durch Anflug auch noch Eiche, Eberesche und andere Waldbäume im Schirm der Kiefer heran. Dieser Bereich der Heide steht heute recht gut da.
Nichts zu merken von den Schadereignissen in anderen Wäldern, oder sollte ich besser sagen als in Staatsforsten?

20.09. 2018

02.09. 2019

Ich glaube immer mehr, das Herr Wohlleben mit seiner Aussage am Forstwesen in Deutschland nicht so ganz Unrecht hat!!

PETER WOHLLEBEN„In Deutschland gibt es eher Plantagen als Wälder“

Auszug aus dem Interview:


Was ist an der jetzigen Forstwirtschaft problematisch?
ZITAT: Diese Nadelholzverliebtheit muss dringend aufhören. Die Holzindustrie greift momentan gerne zu Nadelhölzern, die sind am günstigsten. Das liegt aber auch an den großen Mengen, die auf dem Markt verfügbar sind. Die deutsche Forstwirtschaft wird von staatlichen Ministerien organisiert. Forstwirte unterliegen einem Budget und müssen bestimmte Mengen liefern. Gleichzeitig ist aber auch der Staat der größte Wirtschafter im Forstsektor. Der Kontrolleur kontrolliert sich also selbst. ZITAT ENDE

Also ist der Klimawandel gar nicht schuld am Kränkeln der Wälder?
ZITAT: Durch den Klimawandel werden Probleme nur verschärft, die wir immer schon hatten. Dürren und Stürme sind ja keine neuen Naturphänomene. Jetzt haben wir hier aber Wälder, denen es schlecht geht, weil die falschen Bäume gepflanzt wurden. Natürlich halten die Wetter-Extreme nicht so gut aus wie gesunde Wälder. ZITAT ENDE

Die Umweltschutzorganisation BUND warnt vor einem Waldsterben 2.0. Warum geht dem deutschen Wald so schlecht?
ZITAT: Wir müssen uns erstmal die Frage stellen: Ist das, weswegen da gerade das Waldsterben 2.0 ausgerufen wird, überhaupt Wald? Oder ist das eher so etwas wie eine Plantage? Intakte Buchenwälder schaffen ganz gut, den gestiegenen Temperaturen zu trotzen. Wir sehen hier eher ein Problem mit der Forstwirtschaft. Wir haben den Wald eingeteilt in 16 Meter Baumlinien und vier Meter Fahrtwege, das sind mehr Plantagen als Wälder. Dort werden parzellenweise Bäume angepflanzt, die dort gar nicht heimisch sind. Das ist so, als würden wir Robben im Bodensee aussetzen und uns dann wundern, dass es denen dort schlecht geht.
ZITAT ENDE

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