22.04.2020

Beobachtungen rund um die BIRKENHEIDE

Es wird schon zur Gewohnheit - 7:00 Uhr am Glasbach! 
Erst einmal geht es den Rennsteig entlang bis kurz vor dem Auerhahn vorbei an Glöckner und Meilerstätte.

Der  Forstort "Vogelheide" bleibt rechts liegen. Man hat dort nach der "Ernte" wieder begonnen, Douglasie und Lärche zu pflanzen.

Es wirkt auch hier alles sehr trocken. Ich habe mir mal die Mühe gemacht und den Boden an einer Stelle  so etwa 10 cm abgetragen. ich war ziemlich überrascht, als der Boden darunter doch recht feucht ist.

Aber auch hier geht das Drama mit dem Käfer weiter.

Ich bin mir nicht ganz sicher ob die Käferbäume in Bild unten schon zur NWP gehören. Dann dürfen sie natürlich stehenbleiben und weiter für Nachschub von Baumschädlingen sorgen.
Eine merkwürdige Forstpolitik.
Aber für die Wissenschaft ist kein Opfer zu groß! 

etwa 10 cm

Noch ein Blick von oben auf Vogelheide und Höllkopf.
Die Käferbäume im Bild gehören wahrscheinlich zur NWP. Ich bin gespannt wie das in 2-3 Jahren von der gleichen Stelle aussieht!!

Vogelheide
Höllkopf

Hinter diesem Gebiet führt mein Weg weiter zur Birkenheide. Das Revier ist neu für mich und auch die Wege gehe ich heute das erste Mal.

Und ich war begeistert über den ersten Eindruck. So richtig schöner Wald mit starken Fichten und auch Unterwuchs. Und auch Möglichkeiten aus dem Wald heraus bis ins Werratal zu schauen war möglich. Hier gefällt´s mir!! 

Ich näherte mich dem Kammbereich der Birkenheide.

An einer alten Windwurfstelle hatte man vor Jahren im Fichtenwald junge Fichten gepflanzt. Das man sie mit Verbissschutz versehen muss zeigt, dass das Thema Jagd in diesem Revier noch nicht gut gelöst ist, was man auch an den verbissenen Jungfichten gut sehen kann.

 

Sicher schmecken dem Schalenwild die Fichten aus der Baumschule besser als Anflug aus dem eigenen Wald. TROTZDEM!

Der Blick von der Birkenheide (717 m üNN) über das Werratal bis zu den Bergen der Thüringischen Rhön.  

Dieser Blick ist natürlich atemberaubend. Links und rechts die Berge und dann das Werratal und dahinter die Basaltkuppen der Rhön. Einfach fantastisch.


Aber auch hier auf der Birkenheide wird sich der Wald dramatisch verändern. Der Fichtenbestand baut sich immer weiter ab und ich bin gespannt, ob sich die "geschützten" Jungfichten hier oben doch noch entwickeln werden.
 Auf alle Fälle ein interessantes Beobachtungsfeld für mich auf einem der höchsten Erhebungen am westlichen Thüringer Wald

Danach ging es, vorbei an dem "kleinen Waldarbeiter"am Goldborn, den nun schon gewohnten Weg rund um den Windsberg hinunter zum Schweinaer Grund.

FAZIT:

Der Buchenwald im Frühling ist eine Augenweide für jeden Naturfreund.

Hoffen wir das es dem Buchenbestand rund um den Schaumborn, dem Finsterbach und dem Goldborn noch lange gut geht!!