UNTERWEGS ...

im
Landschaftspark ALTENSTEIN

SCHWEINA

10.01. 2020

Das Wetter war nass und regnerisch. Aber da es ja kein schlechtes Wetter gibt habe ich mich aufgemacht, um wieder einmal den Park Altenstein zu besuchen. Hier habe ich über 20 Jahre gearbeitet und der Park mit seinem Baumbestand bietet einem immer wieder andere Sichtbeziehungen.

Heute interessierten mich besonders einige Linden im Park.

Direkt neben der Ritterkapelle steht wohl die dickste Linde im gesamten Park. Sicher ist es nicht die älteste Linde aber dafür wohl die größte und stärkste Linde.

In Brusthöhe habe ich einen Umfang von
3,15 Metern gemessen.

Sie hat sicher einen guten Platz gefunden, denn im Schatten der Ritterkapelle auf dem Felsen bleibt ihr genügend Wasser um sich so gut zu entwickeln.

Auch das ganze Ambiente um die Linde ist besonders. Der Theaterplatz mit seinen beiden Felsen davor und die Ritterkapelle dahinter sind ein ganz besonderer Punkt im 160 ha großen Landschaftspark.

Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten schreibt auf der Webseite:

 

Sommerresidenz der Herzöge von Sachsen-Meiningen, Schloss mit Landschaftsgarten des 19. Jahrhunderts. Zweigeschossiges Neorenaissanceschloss inmitten eines 160 Hektar großen, romantisch gelegenen Landschaftsparks mit Wasserfall und Naturhöhle.

Doch bleiben wir bei den Bäumen und heute bei der Linde.

 

Auf der Fohlenwiese, sie gehörte einst zum Altensteiner Gestüt, das bis 1848 von den Herzögen betrieben wurde, stehen neben der Rotbuche auch die Winter-Linde, Berg-Ahorn, gemeine Esche und Spitz-Ahorn insgesamt wohl 24 Baumarten im gesamten Park.

Man erkennt auch, dass mehrere Bäume einer Art zusammen in ein Pflanzloch eingebracht wurden. Vor allem im Außenpark am Katzenkopf Richtung Rotunde kann man diese Art der Pflanzung gut erkennen.

Doch zurück zu der Linde!

Wie sich der Baum selbst verjüngen kann, habe ich heute gut erkennen können und es auch fotografiert. Im Bild links kann man im vermodernden Kern der alten Linde die Entstehung des neuen Baumes erkennen. Das Wurzelwerk, (Adventivwurzeln) welches sich durch den entstehenden Humus des Altbaumes seine Nährstoffe holen kann, bildet die Grundlage für den Neuaufbau des Baumes. Und da ein Baum ja nur etwa 0,5% an Materie aus dem Boden als Spurenelemente benötigt, reicht es scheinbar aus, um daraus einen neuen Baum entstehen zu lassen. Wir wissen, dass 99,5% der Holzmasse aus LUFT und WASSER zu Materie umgewandelt wird.

FASZINATION BAUM