UNTERWEGS ...
auf dem Panoramaweg bei Bad Liebenstein

12.10. 2019

Unterwegs ...

auf dem Panoramaweg
bei Bad Liebenstein

Um den Aschenberg bei Bad Liebenstein führt ein schöner Wanderweg, der Panoramaweg.

Und Panoramen kann man auch wieder erkennen, nachdem ein Sturmereignis einen Großteil der Fichten umgeworfen hatte. Ich habe dazu ausführlich berichtet
 (mehr dazu hier)

Und wenn dann noch der "Goldene Oktober" mit Sonnenschein und fast sommerlichen Temperaturen winkt, dann lohnt es sich ganz besonders den Panoramaweg zu erwandern.

Blick vom Panoramaweg auf den Schloßberg

Der Forst hat den Panoramaweg mit Wegekies versehen (Bild unten), sodass man jetzt auch wieder gemütlich auf dem Forstweg wandern kann. 

"Kriegsbemalung" von Drückjagdständen

Gerade im Staatswald wird ja die Gemeinschaftsjagd wieder forciert. Dazu stellt man in alle einigermaßen durchschaubare Bestände Hochsitze, deren Zugänge und Schussfelder oft mit wahren Farborgien gezeichnet werden.

 

Farbbänder z.B., die man nach der Jagd wieder entfernt, wären sicher aufwendiger, dem Ansehen von Jagd und Forst in der Bevölkerung aber weitaus dienlicher.

Auch am Aschenberg und direkt am Panoramaweg stören diese "Graffitis", die der Revierförster besonders groß und besonders aufdringlich an die Bäume gesprüht hat. Er hat eben kein Händchen für "WALDÄSTHETIK"!

Wenn ich das wieder vergleiche mit dem Privatwald bei Wasungen, wo noch nicht einmal die Rückegassen gekennzeichnet werden müssen und die Ansitze durch einen wirklich kleinen roten Punkt gekennzeichnet sind, dann fragt man sich als Naturfreund, was einen "waldliebender Förster" da in den Sinn kommt.

Wilhelm Stölb, ehemaliger Forstbeamter, beschreibt in seinem Buch "Waldästhetik" folgendes über die Farbmarkierungen im Wald:

ZITAT:

"Es ist ja so leicht; mit lässig ausgestrecktem Arm kann man der Mitwelt schnell und NACHHALTIG die eigene Tatkraft und Wichtigkeit demonstrieren.

Das sich die Sprühereien in letzter Zeit stark mehren, ist wohl auch eine STRESSREAKTION auf die drastischen Reviervergrößerungen und das stark erhöhte Arbeitspensum. Eine Art Flucht nach vorn in der Selbstbehauptung: "Jetzt machen wir Holz und nicht Romantik".

Bei den Rückegassen wird es dann so richtig traurig. Wenn sie alle 20-30 Meter mit grellen Doppelstrichen links und rechts gezeichnet sind, nimmt das den Wald den letzten Rest von Würde.

Auch dem gutwilligen Betrachter drängt sich das Bild vom maschinengerechten Försterwald auf, der Produktionsinteressen unterworfen ist und mit Natur nicht mehr viel zu tun hat." ZITAT ENDE

Die Eßkastanie streut ihren Nachwuchs aus.

Warum benutzt man den schönen Stamm der Eßkastanie, um die Fichtenstämme für den Abtransport daran zu lagern. Sicher wird er danach Blessuren davontragen. So was muss nicht sein!!