31.01.2020

UNTERWEGS ...

in der 
Thüringischen Rhön

BERNSHÄUSER KUTTE
BERNSHAUSEN

06.02.2020

Die Rhön
Sie ist ein ganz besonderes Fleckchen Erde, nicht nur wegen der Wasserkuppe und dem Kreuzberg. Es gibt in der Thüringischen Rhön interessante Wanderwege - der HOCHRHÖNER"  - von Bad Salzungen nach Bad Kissingen ist so ein Wanderweg und mit seinen Extratouren etwas ganz Besonderes für Wander- und Naturfreunde.

Natürlich ist es für mich als Waldbeobachter auch ein Gebiet, was man aus einem anderen Blickwinkel sehen muss als den Forst des Thüringer Waldes.

Die Rhön ist BIOSPHÄRENRESERVAT der UNESCO und erfüllt verschiedene Aufgaben: Es fördert nachhaltige Wirtschaftsformen, Naturschutz, Forschung und Bildung für nachhaltige Entwicklung ebenso wie internationale Kooperation.

Ein Biosphärenreservat ist in Zonen unterteilt, in denen unterschiedliche Regeln gelten. Es muss für einen besonderen Naturraum repräsentativ sein – noch wichtiger sind aber die Menschen im Gebiet und ihre möglichst naturschonenden Lebens- und Wirtschaftsformen.

Ein wichtiger Hinweis für die Beobachtungen der Wälder in der Rhön sind die verschiedenen Zonen:

  • Entwicklungszone

  • Pflegezonen

  • Kernzonen ( mehr dazu im Netz)

Wenn man vom Werratal her kommt, fährt man zuerst an der Bernshäuser Kutte vorbei hinauf zum HORN.

Die Bernshäuser Kutte
in der älteren Literatur auch als die Grüne Kutte beschrieben, ist ein 45 m tiefer, kreisrunder Erdfallweiher, der sich etwa 500 m südöstlich von Bernshausen, einem Ortsteil der Gemeinde Dermbach im Wartburgkreis in Thüringen, befindet. Er gilt als der größte See der Thüringer Rhön (WIKIPEDIA)

Wenn man die Straße weiter fährt, erreicht man das Gebiet am HORN

Heute habe ich das Naturschutzgebiet HORN erwandert.

Der Horn ist Teil des Naturraumes „Vorderrhön". Die aufgesetzte Kuppe des Horn besteht aus einem kleinen Basaltdeckenrest, der als Härtling die Umgebung überragt. Der Untergrund ist durch Schichten des oberen Buntsandsteins und Schichten des unteren Muschelkalkes geprägt.

Primäres Schutzziel für den Horn ist die Erhaltung und Sicherung der wärmeliebenden Buchenwälder. Sie entsprechen der potentiell natürlichen Vegetation ihrer Standorte. Aus Sicht des Faunenschutzes sind die wärmeliebenden Buchenwälder wichtige Lebensräume für die gefährdeten, wärmeliebenden Tierarten.

Hinter der Parkmöglichkeit ist schon die erste Zone ausgewiesen:

Und wie so überall am Rande unserer Wälder gibt es sie auch in der Rhön: Umweltverschmutzer, denen es egal ist wie unsere Mitwelt aussieht.

Die Rhön ist von Natur aus Buchenwaldgebiet mit Beteiligung von Edellaubbäumen (Esche, Bergahorn, Spitzahorn, Sommerlinde). Die gebietsfremde Fichte wird natürlicherweise durch die konkurrenzfähigere Buche verdrängt.

 

Als natürlicherweise vorkommende Nadelholzarten bleiben nur die Waldkiefer und die Eibe. 

Eiben konnte ich am Horn nicht finden.

Die Fichten, die hier nicht hingehören, wird es in allzu naher Zukunft auch nicht mehr geben. Das zeigen die von Schadinsekten befallen Bäume (im Bild rechts) ganz deutlich. Ich schätze das etwa 80% der Fichten hier am Horn vom Borkenkäfer befallen sind. Warum man sie aus der "Pflegezone" nicht entfernt ist mir unklar.

Doch auch der natürlich vorkommenden Waldkiefer (Fotos unten) geht es schlecht. Viele Föhren sind von Krankheiten gezeichnet.

 Kiefernprachtkäfer?   

Es wird interessant zu beobachten sein, wie sich das Waldgebiet am HORN in diesem Sommer so weiterentwickelt.

DIE RHÖN - Das Land der offenen Fernen - Blick vom Kernzonenbereich HORN

Hutfläche mit Wacholder

Wiesenthal

Dermbach

Dermbacher Hütte