05.05.2020

Vom Rennsteig ins Werratal

6:30 Uhr am Glasbach
Es ist kalt an diesem 05. Mai direkt am Rennsteig. Und die Kälte kann man auch sehen. Der Raureif hat sich über Nacht eingestellt. Auch auf den jungen Fichtentrieben ist die Sonne gerade dabei den Raureif weg zu lecken.

Es ist schon von Vorteil, recht früh durch die Wälder zu streifen. Nur dann hat man die Möglichkeit Rotwild zu sehen. In der Kurve kurz hinter "Fredis Quell" zeigte sich ganz kurz eine Hirschkuh. Man muss schon genau hinschauen auf dem Bild, um sie zu erkennen. Mit einem anderen Objektiv hätte ich es sicher besser getroffen. Durch die aufgerichteten Ohren kann man sie schon gut von einem Reh unterscheiden

Wenn die Morgensonne durch den Wald scheint
wird einem bewusst, dass es sich gelohnt hat früh aufzustehen. Als Rentner (70) ist man doch schon geneigt, etwas länger zu schlafen!!

An der Schutzhütte am Rennsteig
habe ich dann noch einmal einige Aufnahmen mit der Drohne gemacht. 

Man kann von hier aus sehr gut den Windsberg und die Birkenheide aus der Luft fotografieren. Und natürlich ist auch der Blick hinunter ins Werratal immer wieder faszinierend.

Auch sind die fotografischen Beobachtungen sicher erst in ein paar Jahren interessant, weil man dadurch auch die ganze Entwicklung der Wälder rund um Windsberg, Arnsberg, Birkenheide und Vogelheide gut einschätzen kann. 

An der Großen Meilerstätte (Bild)
verlasse ich den Rennsteig.

Im Mittelalter war das Gebiet um den Rennsteig von Waldschmieden und Köhlern bevölkert, und die Große Meilerstätte erinnert an diese Zeit.

 

Ich laufe hinunter zum Hohen Schuß oder auch "Napoleonshut" genannt. Hier treffen sich "Messerweg" und Pfeifenweg" um gemeinsam nach Ruhla zu laufen. Auch teilt sich der Weg hinauf zum Windsberg, zum Kutschenweg oder zum JÄGERSTEIN.

Man erkennt schon in den Namen, dass hier ein gutes Revier für die Jagd war!!

Am Hohen Schuß findet man zum größten Teil die Rotbuche, nur ganz vereinzelt ist auch noch etwas Fichte zu erkennen, die sich aber auch schon abbaut.

Mein Weg führt weiter zum Jägerstein.

Der Name kommt von einem Ereignis, welches sich zwischen Wilddieb und Jäger abspielte, wobei der Jäger das Nachsehen hatte und auf der Strecke blieb.

Der Jägerstein ist ein beliebtes Ausflugsziel. In der urigen Schutzhütte kann man sich auch in das "Gipfelbuch" eintragen. Es ist eine Grillstelle vorhanden und genügend Platz rund um die Hütte um sich auszuruhen.  
Braucht man Wasser so ist nur hundert Meter entfernt die Christiansquelle mit frischem klaren Wasser!!

Auch ich habe erst einmal Pause gemacht und gefrühstückt.

Der Blick vom Jägerstein hinunter nach Schweina und weiter ins Werratal bis zu den Bergen der Thüringischen Rhön ist schon fantastisch. Ach ja Barchfeld - mein Heimatort ist auch rechts im Bild zu erkennen, da will ich noch hin!! 

Vom Jägerstein hinunter nach Schweina (Luisenthal) führt mein Weg durch jungen Buchenwald. Es ist nicht unbedingt ein schöner Wald, denn auch Buche an Buche bleibt Monokultur!! Ich war froh, als ich vor mir das Grün der Wiese neben dem Schnepfengründchen erblickte.

Da ich noch sehr gut in der Zeit lag, habe ich mich entschlossen bis nach Hause (Barchfeld) zu laufen. Der Weg ist gut ausgeschildert und führt durch das Neubaugebiet am HEIDELBERG bei Schweina, hinüber zum LINDCHEN an der Schäfersruh und geht dann vorbei am HEIMATSGRUND und dem gleichnamigen "Chaoswald" (ich hab schon berichtet) zu meinem Wohnhaus.

Das LINDCHEN
ist eine geschützter Solitärbaum und ein markanter Punkt mit einer schönen Aussicht sowohl zum Arnsberg und Windsberg Richtung Thüringer Wald, als auch hinunter zum Werratal und in die Rhön.

Die Frühlingszeit ist wohl die schönste Zeit zum Wandern, da das triste Grau in der Natur durch frisches Grün und blühende Bäume und Sträucher ausgetauscht wird.

Genießen Sie die Fotoimpressionen vom letzten Teil dieser Wanderung

Insgesamt waren es vom Glasbach am Rennsteig bis nach Barchfeld an der Werra 14 Km!!