UNTERWEGS ...

auf der
"Weinstraße" zum Königshäuschen

02.01. 2020

Nach den üppigen Festtagen war es wieder einmal Zeit, sich ordentlich zu bewegen.
Bei strahlendem Sonnenschein und Minustemperaturen wanderten wir vom HOTEL RENNSTEIGHOF neben der Skihütte die Weinstraße entlang zum KÖNIGSHÄUSCHEN bei Ruhla. (gesamt ca. 10 Km)

Bei dem Namen "Weinstraße" denkt man natürlich an den Wein und sicher ist auch der ein oder andere Tropfen auf diesem Handelsweg vom Frankenland oder von Hessen kommend über den Kamm des Thüringer Waldes  bis ins Thüringer Becken transportiert worden. Doch der Name steht auch im hessischen für "Wagenstraße". Und wenn man hier bei uns den Namen "Wagenstraße" in unsere Mundart übersetzt so entsteht "Wuinstross".  "Wuin" für Wagen und "Stross" für Straße. So wurde aus WUIN vielleicht WEIN - könnte ja so sein, oder?

RUHLA

Das es ein Handelsweg war erkennt man an den alten Alleebäumen. Vor allem alte Rotbuchen, Eichen und Bergahorn kann man erkennen.

Sie stehen als Schattenspender und Sichtschutz entlang des Handelsweges und sehen sehr imposant aus. 

Das NSG "Vordere Schwarzbachwiese" liegt auf einem schmalen Seitenkamm, der sich in nordöstlicher Richtung erstreckt und als Wasserscheide das Erbstromtal von der Wintersteiner Mulde (Emsetal) trennt. Im Gebiet wird der nährstoffarme Flügel des Gebirgswiesenkomplexes mit den für den mittleren Teil des Thüringer Waldes charakteristischen Ausbildungen erfasst. Vegetationskundlich handelt es sich dabei um Kreuzblümchen-Borstgras-Rasen sowie um Bärwurz-Rotschwingel-Wiese. Bemerkenswert ist das Vorkommen von Arnika, Feuer-Lilie, Breitblättrigem Knabenkraut und Trollblume. Neben mehreren Fichten-Gruppen ist im NSG auch ein kleines Zitterpappel-Gehölz vorhanden. (gefunden im Netz: hier)

Das direkt im Wald, neben der Schutzhütte Schwarzbachwiese, am Abzweig zur Geisenalm die Fichten gleich zu Brettern oder Balken verarbeitet wurden, hatte ich auch noch nicht gesehen.

Solche Arbeiten sieht man sonst nur in Sägewerken!

Von der Weinstraße zweigt der Weg zum Königshäuschen ab.

Er führt zu Beginn durch einen Fichtenwald. Und auch hier stehen noch jede Menge Käferbäume und warten darauf, gefällt zu werden. Interessant ist auch wieder, dass man  im Revier an der Kahlen Koppe (690 m üNN)  den Fichtenanflug mit Verbissschutzmanschetten versehen muss. 

Wandert man den Weg weiter geht der Fichtenwald hinter dem Heideköpfchen (665 m üNN) in Richtung Hinterer Nesselrain in Buchenwald über. Und so etwa nach 4 Km hat man dann das KÖNIGSHÄUSCHEN erreicht.

"1757 ließ der damalige herzoglich Gothaischer Oberförster Johann Christian König ( 1718 bis 1801) das Waldhaus in ein Jagdhaus ausbauen b.z.w. erneuern. Das nutzte dann auch der Gothaer Herzog für die Pirsch und die Jagd. Auch Ruhlaer und Thaler Einwohner machten sonntägliche Spaziergänge zu dem nach König benannten Häuschen ...
(gefunden im Netz, mehr dazu hier)

sehr schöner Blick hinüber nach WUTHA-FARNRODA und zum  Hörselberg