Was ist eine schöne Landschaft?  THEMA "WALDÄSTHETIK"
Nur wenn ein bestimmtes Gebiet die Erwartungen an landschaftliche Schönheit befriedigt, wird man auch dorthin zurückkehren.

Rennsteig - Gr. Weißenberg / Dreiherrenstein

Nationalpark Hainich - Thiemsburgrundweg

fotografiert am 16.April 2019

fotografiert am 02. Mai 2019

"Das Schönste am Wald ist die Lichtung", sagt ein altes Sprichwort. Das gilt ganz besonders für den Rennsteig im Thüringer Wald

fotografiert am 16.April 2019

Wartburgblick kurz vor dem Inselsberg (916 m)

Ungewöhnlich geformte Bäume, z.B. krumme, zwieselige oder auch angefaulte machen den gefühlten Unterschied zwischen Wald und Forst aus

16.April 2019

Rennsteig  - Nahe am Oberen Beerberg

Der Anblick von Werden und Vergehen im Wald wirkt auf das menschliche Gemüt,
er gibt dem Walderleben eine sonst nirgends so spürbare spirituelle Dimension.

Nationalpark Hainich

fotografiert am 02. Mai 2019

fotografiert am 10. Oktober 2018

Der Morgennebel weicht an den Teichen im Stillen Tal bei Bad Liebenstein

Teiche, Weiher und Tümpel sind die "Augen des Waldes"

Drei Fotografien zum Thema WALDÄSTHETIK ( meine eigene Interpretation)

Bad Liebenstein - Storchsberg(hinter der Kuhhalte)

BILD 1

Nachdem das Holz nach dem Windbruch entfernt wurde, entwickelte sich eine interessante Pflanzengemeinschaft durch Anflug.
Der Wald war dabei, sich wieder aufzubauen - ganz allein - KOSTENLOS
Für den Waldfreund und Waldspaziergänger und sicher auch für einen Waldförster ein interessantes Beobachtungsfeld für die nächsten Jahrzehnte!! Behutsame Eingriffe wie Anpflanzung von Nadelbäumen oder Aussaat von Laubbäumen durch den Forst wären ok und würden das Waldbild nicht stören ja sogar noch verbessern.

fotografiert am 08. November 2018

BILD 2

Das Forstamt setzt einen "Forstmulcher" ein - RAPTOR - 640 PS - Gewicht 20750 kg oder 20,75 TONNEN
(Arbeitspreis pro Hektar ca. 3.000 € (hat mir ein Jäger erzählt, weiß nicht ob es stimmt!))

Erinnert ganz stark an die konventionelle Landwirtschaft!!

fotografiert am 04. Dezember 2018

BILD 3

Das Waldstück wurde nach der Anpflanzung mit einem Zaun gegen Wildverbiss versehen.
Durch die Anpflanzung der Bäumchen in Reih und Glied ist von Waldästhetik wie im Bild 1 nichts mehr zu spüren. Das Revier ist zu einem Acker mutiert, welches man für Jahrzehnte nicht betreten kann. 

fotografiert am 09. April 2019

Bad Liebenstein - Aschenberg

3 Fotografien vom 25. April 2019

Auf einer anderen Fläche, wo nicht gezäunt wurde,versucht man die gepflanzten Bäumchen mit Bambusstäben gegen Wildverbiss zu schützen. Die Wirkung des ganzen Areals auf den Waldbetrachter erinnert an eine Plantagenwirschaft.

Die Pflanzung wirkt zu künstlich, die Hiebsfronten sind linear,und die Pflanzreihen deutlich sichtbar und erscheinen dem Betrachter weniger als Wald als einem HOLZACKER. Die Gerade kommt im natürlichen Gelände praktisch nicht vor und sollte eigentlich im Waldbau tabu sein!!

Wilhelm Stölb schreibt in seinem Buch "Waldästhetik" - ZITAT:

Das man früher - dem miltitärisch geprägten Schönheitsideal entsprechend - auch im Wald auf Reih und Glied, gerade Ausrichtung und vorbildliche Haltung der "Baumschul-Kadetten" achtete, war ein Erscheinungsbild der Zeit, die zumindest ästhetisch Vergangenheit ist.

 

Für unser heutiges Empfinden soll der Wald eben keine künstliche Veranstaltung sein, sondern möglichst viel Natürliches enthalten, bewahren und dem Menschen erlebbar machen." - ZITAT ENDE