Bibliothek - "AUGENÖFFNER"

Warum unsere Zivilisation den Boden unter den Füßen verliert

"Wir treten ihn, kehren ihn als Schmutz aus dem Haus und nennen ihn abwertend "DRECK" - den Boden unter unseren Füßen.
Dabei muss die dünne Haut der Erde alle menschliche Zivilisation tragen - und ERNÄHREN.
 
Sie ist die Grundlage allen Lebens, Aufstieg und Niedergang menschlicher Kulturen hängen daran. Vom Anbeginn seiner Geschichte hat der Mensch den Boden genutzt und gebraucht, aber auch zerstört und verwüstet - ob in Europa, in den USA oder in Amazonien. Heute gehen Jahr für Jahr MILLIARDEN TONNEN fruchtbaren Bodens unwiederbringlich verloren."
David R. Montgommery ist Geologe.
Er lehrt als Professor an der Universität von Washington in Seattle/USA.
"Monokulturen aus Fichten sind vielfach heute schon potentielle Baumfriedhöfe nach vermehrtem Borkenkäferfraß. Naturnahe Mischwälder mit ihrer ganzen Artenvielfalt können sich am besten auf den Klimawandel einstellen. Sie sind die Wälder der Zukunft. Forstmänner mit Blick für eine umfassende Nachhaltigkeit sind unter den Förstern eher die Ausnahme und waren oft auch heftigen persönlichen Angriffen ausgesetzt.

GEORG MEISTER, der sich sein Leben lang für naturnahe Mischwälder eingesetzt hat, ist eine solche Ausnahme. Er hat diese zukunftsfähigen Wälder nicht nur propagiert, sondern gegen erbitterten Widerstand auch aufwachsen lassen.
Und indem GEORG MEISTER nichts anderes tat, als die hochoffiziellen forstpolitischen Ziele umzusetzen, geriet er voll in die "Schusslinie" der Jagd- und Forstbürokratie "
 
Aus dem Vorwort von Hubert Weinzierl
 

GEORG MEISTER, Dr.oec.publ., Träger des Bruno H. Schubert- Preises und der Cotta - Medaille, entwickelte in den Siebzigerjahren für die Bayrische Staatsregierung den Nationalpark Berchtesgaden und leitete fast zwanzig Jahre das Gebirgsforstamt Bad Reichenhall. 
"WALDÄSTHETIK
handelt vom sinnlichen Wahrnehmen des Waldes oder einfach gesagt vom WALDERLEBEN. Es geht um die menschliche Seelenbeziehung zum Wald, die im öffentlichen Disput zwischen Ökonomie und Ökologie fehlt, weil sie weder wissenschaftlich fassbar noch finanziell berechenbar ist.
Doch Lebenssinn und Lebensfreude erfahren wir über die Sinne. Wahrnehmung ist der Schlüssel zur Liebe.
Das Buch möchte die von Wirtschaft und Wissenschaft verdrängte und von den Medien oft verkitschte sensitive Naturbeziehung (wieder) ins Bewusstsein rücken. Die liebevolle Hinwendung zum heimischen Wald, so wie er heute ist, ohne Mythos und Romantik, mit Fichten und Kiefern, Parkplätzen und Forststraßen, Hochsitzen und Holzpoltern.
Indem es den Blick gleichermaßen auf Wald und Mensch lenkt, fördert das Buch Wahrnehmung und Achtsamkeit. Daraus erwächst eine Fülle von Anregungen für eine pflegliche Waldwirtschaft, die über allen Nutzen und Schützen das Herz spüren lässt."
 
WILHELM STÖLB, geb. 1954, studierte in München Forstwissenschaft und Erwachsenenbildung. Nach über 20 Jahren im Staatsforstdienst widmet er sich dem Wald seit 2003 als freier Schriftsteller, Publizist und Maler. Seine Veröffentlichungen sind geprägt von einem unabhängigen, kritischen Blick auf Forst und Naturschutz, fundierte Sachkenntnis, einer klaren Sprache und Liebe zum Wald und Mensch
STRATEGIEN DER NATUR - Erwin Thoma
 

Beginnen wir bei der Geburt unserer Bäume und folgen wir ihrem Leben, ihren Geheimnissen und der Weisheit, die in unseren Wäldern im Großen und im ganz Kleinen zu finden ist. Immerhin gibt es Bäume rund hundert Mal länger auf der Erde als uns Menschen. Ein Zeitraum, indem sich dank ihrer Strategien alle nur denkbar möglichen Gefahren, Krankheiten und Katastrophen erfolgreich bewältigt haben. Eine Zeit, in der sie dank ihrer Strategien nicht nur zu überleben, sondern auch gut zu leben gelernt haben...

... Bevor der Wald als Ganzes den Planeten verlassen wird, werden wir Menschen gehen. Wenn wir also darauf achten, dass wir die Welt lebenswert erhalten und in diesem Zustand auch an unsere Kinder und Enkelkinder übergeben, dann dienen die Bäume uns auf diesem Weg als entscheidende Begleiter und Ratgeber.

Ihr Lebensmodell mit einer Vernetzung aller Lebewesen, mit einem ökologischen Gleichgewicht zwischen allen Bewohnern, mit einer genialen abfallfreien Kreislaufwirtschaft sowie mit vollendeten Rezepturen zur Gesunderhaltung organischer Zellen ist gleichsam ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell für uns Menschen.

(aus: „STRATEGIEN DER NATUR – Wie die Weisheit der Bäume unser Leben stärkt“ – ERWIN THOMA 2019)

Albert Richter

HEINRICH COTTA  -  Leben und Werk eines deutschen Forstmannes

Die umfassende Würdigung Heinrich Cottas - die einzige forstliche Biografie dieser Art - ist mehr als eine bloße Lebensbeschreibung des nicht nur für das Forstwesen so bedeutenden Mannes. Sie bringt eine Darstellung des Gesamtwerkes des großen forstlichen Forschers, Lehrers und Reformators und vermittelt ein lebendiges forstliches Kulturbild seiner Zeit.
Cotta war einer der ganz wenigen Forstleute von europäischer Geltung. Es ist kein Zufall, dass er mit Persönlichkeiten wie Goethe, Alexander von Humboldt und vielen Geologen seiner Zeit durch mehr als eine nur flüchtige Bekanntschaft verbunden war.
Neben den fachlichen Können sind es nicht zuletzt die menschlichen Eigenschaften, die den Wert und die zeitlose Bedeutung der Persönlichkeit Cottas für die forstliche Welt bestimmen

ein Schüler von Heinrich Cotta:

In seinem Werk "Gottlob König - Ein Leben für Wald und Landschaft" beschreibt Dr. Ekkehard Schwartz, die Schaffensperioden Königs, dessen Lehren und Leitsätze für die Weiterentwicklung der geregelten Forstwirtschaft:
"Gottlob König gehört zweifelsohne zu den forstlichen Klassikern Thüringens und auch Deutschlands. Er hat sich nicht nur im In- sondern auch im Ausland einen Namen gemacht.
König erwarb sich durch eigene Naturbeobachtungen herausragende Verdienste als forstlicher Praktiker, Lehrer und Forscher. Nicht minder bedeutend waren seine Initiativen in der Öffentlichkeit zur ERHALTUNG, MEHRUNG, BEWAHRUNG und der "LIEBLICHKEITSPFLEGE" der Waldungen sowie der Landschaftspflege und dem Schutz der Natur.
Er war somit der erste thüringische Forstmann und Forstwissenschaftler, der die Waldbewirtschaftung, Walderhaltung und Waldmehrung mit den drei Waldfunktionen "NUTZ-, SCHUTZ- und ERHOLUNGSFUNKTION - in Einklang brachte."
Du kannst den Wald verlassen, der Wald aber verlässt dich nie! 
Wolf - Dieter Storl
Der Wald ist nicht nur ein Ökosystem da draußen - er ist auch in uns, er ist Teil unserer Seelenlandschaft. Diese einzigartige Beziehung begann vor 65 Millionen Jahren, als wir als Primaten durch das Geäst der tropischen Urwälder Afrikas huschten. Unsere Verbundenheit mit den Bäumen hat also tiefe und innige evolutionäre Wurzeln.
Heutzutage haben wir diese Verbindung mit dem Wald (fast) verloren. Die meisten Zeitgenossen leben in Großstädten, mit Beton statt Moos und Humuserde unter den Füßen und elektronischer Musik statt Bienensummen in den Ohren. Dabei rückt die wahre Natur in die Ferne.
Der Bestsellerautor Woöf-Dieter Storl möchte uns den Wald wieder näherbringen. Er gibt uns einen Einblick in die Tiefen des Waldes mit seiner Geschichte, seinen Mythen, Bildern und Symbolen.
Die erste Biografie der Beziehung zwischen Mensch und Wald wird damit eine Reise zu unseren wahren traditionellen Wurzeln.